Mobile Consumer Survey 2016

So beeinflussen Smartphones
unseren Alltag

Smartphones bereichern unser Leben. Als ständige Begleiter sind sie nützlich und unterhaltsam. Einerseits. Andererseits tun sich viele Konsumenten schwer damit, die richtige Balance und das rechte Mass bei der Nutzung ihres Smartphones zu finden, wie die aktuelle «Mobile Consumer Survey» von Deloitte veranschaulicht. Die Berater haben rund 4000 britische Konsumenten zwischen 18 und 75 Jahren befragt, um den Mobiltelefonalltag genau zu durchleuchten.

Für viele Konsumenten beginnt der Tag mit dem Smartphone. Immerhin jeder zehnte Smartphone-Besitzer greift direkt nach dem Aufwachen als Erstes zu seinem Mobiltelefon – und das nicht nur, um den Wecker auszuschalten. Ein Drittel der Smartphone-Besitzer nutzt das Mobiltelefon innerhalb der ersten fünf Minuten nach dem Aufwachen, etwas mehr als die Hälfte (52%) verwenden es während der ersten Viertelstunde. Eine halbe Stunde nach dem Aufwachen haben bereits mehr als zwei von drei Smartphone-Besitzern (69%) ihr Telefon genutzt. Ein ähnliches Muster zeigt sich am Abend: Über die Hälfte der Befragten (58%) verwenden das Mobiltelefon in der letzten halben Stunde vor dem Schlafengehen, mehr als ein Viertel (27%) greifen fünf Minuten vor dem Einschlafen zum Handy, und 10 Prozent nutzen ihr Smartphone sogar unmittelbar beim Zubettgehen. Viele Verbraucher zeigen damit ein Nutzungsverhalten, das nachweislich die Schlaf- und Lebensqualität deutlich beeinträchtigen kann.

Ein Tag im Zeitalter des Smartphones

Quelle: Deloitte (2016)

Selbst nachts ist das Smartphone für einen beachtlichen Teil der Konsumenten nicht tabu: 34 Prozent der Briten, die ein Smartphone ihr Eigen nennen, verwenden ihr Mobiltelefon auch mitten in der Nacht. Am häufigsten natürlich, um nach der Zeit zu sehen (65%), aber auch, um Instant Messages (32%), Mitteilungen in sozialen Medien (26%) oder E-Mails (24%) zu lesen. 18 Prozent derjenigen, die nachts zum Smartphone greifen, beantworten sogar Nachrichten auf WhatsApp & Co. Besonders ausgeprägt ist die nächtliche Smartphone-Nutzung bei den jüngeren Konsumenten: 50 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 48 Prozent der 25- bis 34-Jährigen verwenden ihr Mobiltelefon auch mitten in der Nacht. Es ist naheliegend, dass sich das nachteilig auf den Schlafrhythmus auswirken kann und auf Dauer zu Tagesmüdigkeit beiträgt.

Smartphones können das Zusammenleben und den Austausch mit Freunden, Familie und Kollegen zweifelsohne vereinfachen und verbessern – sofern und solange die Mobiltelefonnutzung vom persönlichen Umfeld nicht als unsozial wahrgenommen wird. Die Studie legt nahe, dass viele Konsumenten diesbezüglich im Alltag störende Verhaltensweisen an den Tag legen. Beispielsweise nutzt ein Drittel der Konsumenten das Mobiltelefon immer oder sehr oft auch während des Treffens mit Freunden, jeweils ein Viertel daheim beim Essen mit der Familie oder unterwegs. Es verwundert daher kaum, dass viele Befragte wegen ihrer Mobiltelefonnutzung auch schon ernsthafte Auseinandersetzungen mit ihrem Partner hatten. Besonders ausgeprägt ist das bei den 25- bis 34-Jährigen: Hier hatten bereits 38 Prozent der Smartphone-Besitzer Unstimmigkeiten mit ihrem Partner. Häufigen Anlass zum Streit gibt die Smartphone-Nutzung aber auch unter den 18- bis 24-Jährigen und 35- bis 44-Jährigen (jeweils 33%).

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