Aus Sicht von Konsumenten

«Medien der Zukunft – Neue Perspektiven für 2022»

Die Medienlandschaft Schweiz

Was den Wunsch nach Information betrifft, steht für die Medienkonsumenten das Fernsehen an erster Stelle. 40 Prozent der Befragten nennen TV (in allen seinen Formen: klassisches TV, Internet-TV, TV-Streaming etc.) als «entscheidend» oder «sehr wichtig», wenn es darum geht, sich über das aktuelle Zeitgeschehen zu informieren. Elektronische Printmedien folgen an zweiter Stelle, sie werden von 29 Prozent der Befragten als wichtige Informationsquelle zu Themen rund um das Zeitgeschehen genannt. Sie liegen fast gleichauf mit Social Media (27%), Radio und den klassischen Printmedien mit je 24 Prozent Nennungen.

Mediennutzung: Künftig noch digitaler

Mediennutzung: Künftig völlig digital

Studie MdZ 2022. Antwort auf die Frage: «Bitte geben Sie jeweils an, ob Sie für das jeweilige Medium in den nächsten 5 Jahren mit abnehmender, gleichbleibender oder zunehmender Nutzung rechnen.» Befragung Konsumenten, n (15-59) = 2‘006 Antworten «zunehmend» bzw. «abnehmend», Angaben in Prozent Differenz zu 100% = gleichbleibende Nutzung

Mit Ausnahme von TV, das weiterhin eine besondere Rolle im Leben der Konsumenten spielt, haben sich die einzelnen Medien in ihrer Bedeutung in den letzten Jahren erkennbar angeglichen. Bei der letzten Erhebungswelle im Jahr 2014 hatten sich noch deutliche Unterschiede gezeigt.

Für Unterhaltung und Entspannung: TV und gedrucktes Buch

Steht nicht Information, sondern Unterhaltung und Entspannung im Vordergrund, zeigt sich ein ähnliches Bild: Die meisten Medien werden von den Konsumenten als mehr oder weniger gleichermassen wichtig eingeschätzt. Klare Favoriten unter den Unterhaltungs- und Entspannungsmedien sind zwei alte Bekannte: Fernsehen (48%) und das gedruckte Buch (40%). Bis 2022 ist allerdings eine deutliche Verschiebung der Mediennutzung zugunsten der digitalen Angebote zu erwarten. Die befragten Konsumenten rechnen damit, künftig alle digitalen Medien mehr zu nutzen als heute.

Den grössten Nutzungszuwachs werden die Bereiche Video on Demand / Videostreaming und das (sonstige) Internet erleben: 59 beziehungsweise 56 Prozent der Befragten gehen von einer künftig vermehrten Nutzung aus. Auch Social Media, Audiostreaming, E-Books und die digitalen Angebote der Verlagshäuser («elektronisches Print») werden mehr genutzt werden als heute.