Aus Sicht von Konsumenten

«Medien der Zukunft – Neue Perspektiven für 2022»

Erkenntnisse für Marketing und Kommunikation

Medien werden von den Konsumenten aus unterschiedlichen Gründen genutzt und als unterschiedlich glaubwürdig empfunden. Für Marketing und Kommunikation hat das durchaus Konsequenzen.  

Einfluss auf die Kaufentscheidung

Studie MdZ 2022. Antwort auf die Frage: «Welches Medium hat insgesamt den grössten Einfluss auf Ihre Kaufentscheidungen?» Befragung Konsumenten (15–59), n = 2006. Angaben in Prozent. Einfache Auswahl.

  • Grundsätzlich gilt: TV ist weiterhin das Medium Nummer eins, wenn es um die Bekanntmachung geht. 65 Prozent der Konsumenten werden vorrangig im Fernsehen aufmerksam auf neue Produkte oder Marken.
  • Mit deutlichem Abstand folgen Internetwerbung in Form von Spots und Bannern (37%), Social Media (34%), klassisches Print (33%) und Aussenwerbung (31%).

Geht es um die Auslösung der Kaufentscheidung, so rückt klar das Internet als Medium in den Vordergrund:

  • Mehr als jeder Vierte (27%) gibt an, sich bei seiner Kaufentscheidung vor allem auf Empfehlungen und Rezensionen anderer Kunden im Internet zu verlassen (z.B. auf den Produktseiten der jeweiligen Händler, bei Amazon oder auf speziellen Bewertungsportalen).
  • Zusammen mit dem Einfluss sozialer Medien oder von Bannerwerbung im Internet (10% und 8%) stützen damit 45 Prozent der Befragten ihre Kaufentscheidung auf Informationen, die sie in der einen oder anderen Form aus dem Internet erhalten.
  • Fernsehen steht mit 21 Prozent der Nennungen an zweiter Stelle. Direct Mails und Kataloge sowie klassisches Print haben auf 14 bzw. 13 Prozent der Konsumenten kaufentscheidenden Einfluss.

Gut gemachte Werbung wird geschätzt

Werbung macht Konsumenten nicht nur aufmerksam. Manchmal lenkt sie auch ab oder wird als unerwünscht wahrgenommen. Am ehesten trifft dies auf gewisse Formen der Internetwerbung zu, wobei auch dies nur maximal einen Drittel der Befragten betrifft. Gar nicht gestört fühlen sich die Befragten jedoch von klassischer Printwerbung und von Aussenwerbung. Vergleichsweise geringes Störpotenzial haben ausserdem Direct Mails, Kataloge, Werbung in den sozialen Medien, im Radio oder klassische Bannerwerbung im Web.
Interessant: Gegen gut gemachte Werbung hat kaum ein Konsument etwas einzuwenden. Rund 45 Prozent der Befragten in der werberelevanten Zielgruppe zwischen 15 und 59 Jahren sehen sich gut gemachte Werbespots sogar gerne an.