Aus Sicht von Konsumenten

«Medien der Zukunft – Neue Perspektiven für 2022»

Mediennutzungsverhalten

Das Wichtigste vorweg: Die Mediennutzung wird sich in den nächsten fünf Jahren weiterhin ins Digitale verlagern und wird vermutlich noch mobiler. Grundsätzlich anders darstellen als heute wird sie sich aber vermutlich nicht.

Wunsch nach hochwertiger Grundversorgung

Studie MdZ 2022. Antwort auf die Frage: «Mir ist es wichtig, dass ich mich auf eine qualitativ hochwertige Grundversorgung im Medienbereich (Service public) verlassen kann.» Befragung Konsumenten, n (15–59) = 2006 / n (60+) = 303, Antworten «stimme zu» bzw. «stimme voll und ganz zu», Angaben in Prozent.

  • Nur jeder vierte Befragte (26%) in der Altersgruppe 15 bis 59 Jahre geht davon aus, dass sich sein Mediennutzungsverhalten in den nächsten fünf bis sechs Jahren grundlegend ändern wird. Der Grossteil der Befragten meint vielmehr, dass in Sachen Mediennutzung mehr oder weniger alles so bleiben wird, wie es ist.
  • Ebenfalls knapp jeder Dritte (29%) spielt mit dem Gedanken an eine Reduktion des Medienkonsums oder hat sich schon einmal an einem «Digital Detox», also dem bewussten zeitweiligen Verzicht auf Fernsehen, Internet, Social Media etc. versucht. Das ist vor allem für die jüngeren Zielgruppen ein Thema.
  • Mehr als die Hälfte der Konsumenten (55%) zwischen 15 und 59 Jahren sucht Orientierung im überbordenden Medienangebot, indem sie sich beim Medienkonsum auf vertraute Medienmarken (z.B. bekannte Fernsehsender, Radiostationen, Zeitungstitel) konzentrieren. Vor allem für die älteren Zielgruppen ist die Ausrichtung an solchen «Leuchtturmmarken» wichtig.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Schweizer Medienangebote automatisch einen Vertrauensvorschuss von den Konsumenten erhalten würden: Für 62 Prozent der Befragten ist es wichtig, sich auf eine qualitativ hochwertige Grundversorgung im Medienbereich («Service Public») verlassen zu können.

Flexibilität ist ein grosses Bedürfnis

Beim Blick auf die verschiedenen Nutzungsmotive zeigt sich, dass die Konsumenten vor allem der zeitlichen und örtlichen Flexibilität bei der Mediennutzung hohe Bedeutung zumessen: Vier von zehn Befragten (42%) wünschen sich von den Medien noch mehr Flexibilität, so dass sie völlig frei bestimmen können, welche Inhalte sie wann und wo konsumieren.