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AdHoc-Studie: Beste Werbeerinnerung für nachhaltige Produktewerbung auf SRG Sendern

Wie nachhaltig bleibt das Stichwort Nachhaltigkeit im Werbemarkt? Dieser und anderen Fragen zum Thema ging Admeira mit einer repräsentativen Befragung von Konsument:innen in der Deutsch- und Westschweiz nach. Wir wollten unter anderem wissen, wie Überlegungen zur Nachhaltigkeit das Kaufverhalten beeinflussen, wie wichtig Öko-Labels sind und auch welche Medienkanäle für Werbung von nachhaltigen Produkten am besten bewertet werden. 

Spätestens seitdem im März dieses Jahres anlässlich des SWA Jahres-Meetings die Wichtigkeit von Nachhaltigkeit im Marketing thematisiert wurde, beschäftigen sich viele Werbetreibende mit der aktuellen Einstellung ihrer Kund:innen gegenüber der Relevanz von Nachhaltigkeit. Dazu gehören diverse nachhaltige Aspekte wie z.B. Öko-Labels, Verpackungen, Rohstoffe oder CO2-Reduktion. Aber auch das Kaufverhalten bei nachhaltiger Ware, wie z.B. das Ausprobieren von neuen Produkten aufgrund der Nachhaltigkeit. Die Resultate einer quantitativen Befragung vom März 2023 liefern spannende Insights für den Werbemarkt.

Regionalität statt Öko-Label

Menschen in der Deutschschweiz bewerten Regionalität, umweltfreundliche Verpackungen sowie fair gehandelte und produzierte Waren als die wichtigsten Aspekte von Nachhaltigkeit. In der französischsprachigen Schweiz hat zusätzlich auch der Tierschutz einen sehr hohen Stellenwert. In beiden Regionen geben rund die Hälfte der Befragten an, dass ihnen ein bewusster Konsum und der Verzicht auf umweltschädliche Rohstoffe wichtig sind. Öko-Labels (z.B. Bio) haben nur einen untergeordneten Stellenwert.

Mit Eigenverantwortung gegen Umweltprobleme

Auf die Frage nach dem persönlichen Bezug zu Nachhaltigkeit geben rund die Hälfte aller Deutsch- und West-Schweizer:innen an, durch ihr tägliches Verhalten einen Beitrag zur Lösung von Umweltproblemen zu leisten. Ein Drittel schätzt den persönlichen ökologischen Fussabdruck kleiner ein als noch vor fünf Jahren. Nur etwa 15% der Menschen ist das Thema Nachhaltigkeit in der Gesellschaft zu dominant.

Aus Gründen der Nachhaltigkeit haben knapp die Hälfte aller Befragten vor, ein neues Produkt auszuprobieren oder eben die bestehende Produktwahlzu überdenken und sich für eine ökologische Alternative zu entscheiden. Ein Fokus auf nachhaltige Produkte kann also in Zukunft sehr sinnvoll sein, da das Interesse gross ist, neue Produkte und neue Geschäfte zu entdecken.

Vorsicht geboten bei «Greenwashing»

Schweizer Konsument:innen sind aber kritisch eingestellt und hinterfragen, ob Marken auch wirklich so umweltbewusst sind, wie sie sich zeigen. Über die Hälfte glaubt nämlich, dass sie sich umweltfreundlicher darstellen, als sie wirklich sind – also «Greenwashing» betreiben. Die Menschen bevorzugen vielleicht auch deshalb nur zu knapp 40% nachhaltige Marken, weil sie sich einfach nicht sicher sind, tatsächlich ein umweltfreundliches Produkt in der Hand zu halten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Vertrauensfrage: Schweizer Unternehmen wird – mit Abstand – das grösste Vertrauen bei der Ernsthaftigkeit im Umgang mit Umweltfreundlichkeit geschenkt..

Berichterstattung zu Nachhaltigkeit: SRG Sender am besten bewertet

Die Berichterstattungen zu nachhaltigen Themen werden in beiden Sprachregionen hauptsächlich auf den SRG Sendern wahrgenommen. In der Deutschschweiz liegt SRF mit 69% sehr deutlich vor anderen Kanälen. Regionale Sender, Privatsender, News-Websites, Social Media und auch YouTube haben in den befragten Regionen viel weniger Relevanz für nachhaltige Berichte.

In der Westschweiz gelingt es RTS ebenfalls, sich von allen anderen Bewegtbildkanälen abzuheben und sich als bekanntestes Medium für nachhaltige Berichterstattung zu positionieren. Social Media hat in der französischen Schweiz einen höheren Stellenwert als in der Deutschschweiz und belegt nach RTS – jedoch mit deutlichem Abstand – Platz 2 der Medien, welche über nachhaltige Themen berichten.

Nachhaltige Beiträge: SRG Sender geniessen das grösste Vertrauen

Nebst der Berichterstattung zu nachhaltigen Themen erreichen auch keine Medienkanäle mehr Vertrauen und Zustimmung als die SRG Sender, wenn es um ihre Beitragsleistung für Nachhaltigkeit und Umwelt geht. In der Deutschschweiz schenken 60% aller Studienteilnehmer:innen den SRF Sendern ihr Vertrauen. Regionale Sender, Social Media, News-Websites, YouTube und Deutsche Privatsender erreichen zwei- bis dreimal weniger Zustimmung.

In der Westschweiz wird RTS ein ebenso hohes Vertrauen (58%) zugesprochen, gefolgt von allen anderen Kanälen, die unter 25% liegen. Dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird in der Schweiz also deutlich sichtbar die wichtigste Rolle im Bewegtbildumfeld im Umgang mit Nachhaltigkeit attestiert.

Nachhaltige Produkte können am besten im TV beworben werden

Die Studie zeigt auf, dass TV ein hervorragender Medienkanal ist, um die Vorteile von nachhaltigen Marken zu kommunizieren. 47% der Befragten in der Deutschschweiz sind dieser Meinung. In der französischen Region sind es sogar über 60%. TV bietet ideale Voraussetzungen, um nachhaltige Produkteigenschaften auf dem grossen Bildschirm audiovisuell zu erklären. Social Media und Internet/Webdienste folgen auf den Rängen 2-3.

Das Medium TV erreicht darum auch die höchste Werbebeachtung für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Alle anderen Medienkanäle wurden in beiden Regionen deutlich geringer wahrgenommen. Social Media erreicht in der Westschweiz mit 32% Wahrnehmung den zweitbesten Wert.

Alle Studienteilnehmer:innen, die Werbung für nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen im TV wahrgenommen haben, wurden zusätzlich gefragt, auf welchen Sendern sie diese Werbung gesehen haben. Die Werbeerinnerung für nachhaltige Produkte liegt in der Deutschschweiz auf SRF bei 74%. Deutsche Privatsender (30%) sowie regionale Sender (19%) liegen hier deutlich zurück. In der Westschweiz zeigt sich dasselbe Bild mit einer starken Werbeerinnerung für nachhaltige Produkte bei RTS mit 80%. Die französischen Privatsender werden im Gegensatz dazu von 31% und die Regionalsender von 18% erinnert.

Fazit

Nachhaltigkeit ist eng verbunden mit dem Vertrauen in eine Marke. Die Studie zeigt auf, dass Konsument:innen manchmal unsicher sind, ob hinter der nachhaltigen Marke auch tatsächlich ein ökologischer Vorteil steht. Es wurde aber deutlich, dass TV das bestmögliche Medium ist, diese Vorteile auf dem grossen Screen mit Bild und Ton aufzuzeigen. Denn TV ermöglicht eine sehr hohe Werbewahrnehmung für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. SRG Sender überzeugen dabei als geeignetster Kanal für die Berichterstattung von Nachhaltigkeit und als Medien, die auch selbst einen wichtigen Beitrag für dieses Thema leisten, was auch in der besten Werbeerinnerung für nachhaltige Produktwerbung auf SRF und RTS resultiert.

Steckbrief der Studie

Methode
repräsentative Online-Befragung GFK-Online-Bus (mit Quotierung und Gewichtung)

Durchführendes Institut
Forschungsinstitut GfK Switzerland AG, Rotkreuz

Gebiet
Deutsch- und Westschweiz

Zielgruppe
15- bis 74-jährige Personen

Stichprobengrösse
D-CH n = 753
W-CH n= 502

Feldzeit
KW 26-27/2023
Befragungszeitraum:
26.06.2023 - 07.07.2023

Mehr Informationen und Antworten direkt von:

Yvonne Rüegg

Research Specialist +41 58 909 93 42