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Mediabegriffe

Der Fachjargon der Medienbranche ist komplex und selbst ein alter Hase im Geschäft kann da schnell den Überblick verlieren. Für Sie haben wir allgemeine sowie TV-spezifische Begriffe in einem Glossar zusammengefasst und definiert.

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Affinität
Mass für die Eignung eines Mediums in einer bestimmten Zielgruppe. Verhältnis der Reichweite in der Zielgruppe zu derjenigen in der Grundgesamtheit (Durchschnitt = 100).

CATI
Computergestütztes Telefoninterview (Computer assisted telephone interview).

CAWI
Computergestütztes Webinterview (Computer assisted web interview).

Crossmedia
Crossmedia ist die inhaltliche, kreative und formale Vernetzung unterschiedlicher Medienka­näle und Werbeträger mit dem Ziel, einen maximalen werblichen Erfolg über eine mehrkanalige Ansprache zu realisieren.

Demografische Merkmale
Beschrieb bestimmter Eigenschaften von Personen, meist solcher sozialer und wirtschaftlicher Art, wie Geschlecht, Alter, Einkommen usw.

Externe Überschneidung
Schnittmenge der Nutzerschaft zweier oder mehrerer Medien. In der Fachsprache auch als deduplizierte Nettoreichweite bezeichnet.

Grundgesamtheit/Universum
Gesamtheit aller Personen, die durch die Stichprobe einer Untersuchung repräsentiert werden.

Intermedia-Vergleich
Vergleich der Leistungen verschiedener Mediengattungen hinsichtlich Deckung, Kommunikation sowie technischer und wirtschaftlicher Kriterien.

Intramedia-Vergleich
Leistungsvergleich von Werbeträgern innerhalb derselben Gattung hinsichtlich Reichweite, Kontakten, Kosten usw.

Marktanteil (MA%)
Anteil eines Werbeträgers am Gesamtmarkt.

Media-Selektion
Werbeträgerauswahl mittels Media-Analysen unterstützt durch Computeraus­wertungen. – Evaluierung: Bewertung von Mediaplänen – Rangierung: Bewertung der Werbeträger.

Projektion
Reichweite in absoluten Zahlen. Hochrechnung auf die Grundgesamtheit von der in der Stichprobenerhebung ermittelten Grösse.

Repräsentativität
Die abgebildete Stichprobe wider­spiegelt verhältnismässig die Grundgesamtheit.

Stichprobe (auch Fallzahl genannt)
Teilerhebung einer Grundgesamtheit.

Struktur
Zusammensetzung, bzw. Aufgliederung einer Gesamtheit nach Untergruppen, z.B. Gesamtbe­völkerung nach Altersgruppen.

Zielgruppe
Nach demografischen, konsum- und einstellungsbezogenen Merkmalen definierte Personengruppe.

Referenzzielgruppe
Sie dient als Vergleich zur (Haupt-) Zielgruppe.

TV-Einkaufszielgruppen
Auf diese gewähren die Vermarkter eine Leistungsgarantie. Sie sind in der Anzahl begrenzt und sind je nach Vermarkter individuell definiert. Üblicherweise auf die Merkmale Geschlecht, Alter und Haushaltsführung reduziert.

 

Den gewünschten Begriff nicht gefunden? Weitere Begriffe gibt es beim Werbekompass von Media Focus.

Affinitätsindex 
Mass für die Eignung eines Mediums, eines Werbeträgers oder Umfelds in einer bestimmten Zielgruppe im Verhältnis der Reichweite zu derjenigen in der Grundgesamtheit (oder einer anderen Referenzzielgruppe). Der Durchschnittswert ist 100.

AVOD / SVOD (Advertising Video-On-Demand/Subscription Video-On-Demand)
Inhalte, die durch Werbefinanzierung (AVOD) auf Abruf oder durch wiederkehrende Zahlungen als Abo (SVOD) werbefrei zur Verfügung gestellt werden.

Bruttoreichweite in Tausend
Wird auch als Bruttokontaktsumme in Tausend oder als kumulierte Kontaktsumme in Tausend bezeichnet. Es ist die Summe aller erzielten Kontakte oder Kontaktchancen von Personen mit dem Medium, bei denen Mehrfachkontakte mitgezählt werden.

BVOD (Broadcast Video-On-Demand)
Inhalte von traditionellen Fernsehsendern, die online und auf Abruf zur Verfügung gestellt werden können.

Cost-per-Point (CPP)
Kosten zur Erreichung von 1% (= 1 GRP) der Zielgruppe. Der CPP ist abhängig von der Spotlänge, d.h. je länger ein TV-Spot ist, umso höher ist der CPP. Im TV-Bereich ist es üblich, dass auf Basis des 30-Sekunden-Preises die Berechnungen auf die jeweiligen Spotlängen erfolgen.

Connected TV (CTV)
Connected = verbunden. Connected TV ist die technische Auslieferung, die das Streamen von Video-Inhalten auf TV-Geräten beschreibt. Diese sind z.B. über Blu-ray-Player, Streaming-Boxen oder -Sticks und Spielekonsolen mit dem Internet verbunden, oder verfügen über integrierte Internetfunktionen (z.B. ein Smart TV) und sind somit direkt mit dem Internet verbunden.
Connected TVs ermöglichen zahlreiche Funktionen und den Zugriff auf webbasierte Inhalte, die über das lineare Fernsehen hinausgehen. User:innen können Videoinhalte aus diversen Quellen wie von Streaming-Diensten oder von Video-on-Demand-Anbietern nutzen.

CIRP (Cost per incremental reach point)
Drückt die Kosten pro Erreichung eines weiteren Prozent Nettoreichweite in der Zielgruppe aus.

Durchschnittskontakt / Opportunity to see (OTS) 
Der Durchschnittskontakt gibt das Verhältnis zwischen Brutto- und Nettoreichweite eines Mediaplans an.

Exklusive Reichweite in % oder in Tausend (ExcRch% / ExcRch000)
Diese gibt an, wie viele Personen in % oder in Tausend mit einem Sender, mit einem Programm oder auch mit einer Sendergruppe erreicht werden können, welche mit einem entsprechenden Vergleichs-Sender, Vergleichs-Programm oder Vergleichs-Sendergruppe nicht erreicht werden.

Free-Ad-Supported Streaming TV (FAST)
Kostenfreie TV-Streamingkanäle, die durch Werbeplatzierungen finanziert werden, aber keine Subscription-Modelle (Abos) bieten wie die Web-TV-Apps.

Gross-Rating-Point (GRP)
Der GRP ist die Bruttoreichweite in Prozent (1 GRP = 1%) und ein entscheidendes Mass für den Werbedruck einer TV-Kampagne. Da es sich um ein Bruttowert handelt, kann er über 100 (%) liegen. Er zeigt das Verhältnis der Brutto-Kontaktsumme einer TV-Planung zur Zielgruppengrösse

Marktanteil (MA %)
Anteil des Ratings in % eines Senders am Rating in % der gesamten TV-Nutzung während einem definierten Zeitintervall. Er wird immer in Prozenten dargestellt und bezieht sich immer auf Programm- und nicht auf Werbeblockwerte. Er kann für individuelle Zielgruppen, Zeitschienen und Zeiträume (z.B. über 24 Stunden, Primetime, nur Samstage) ausgewiesen werden.

Rating (Rt-% / Rt-T)
Synonyme: Einschaltquote / Planungswährung im Bereich der Mediengattung TV / effektiver Werbemittelkontakt. Weist durchschnittliche Anzahl von Personen aus, die generell TV (total TV), einen Sender, eine Sendung oder einen Werbeblock gesehen haben. Er kann aber auch für einen bestimmten Zeitabschnitt berechnet werden. Die Resultate werden in Tausend oder in Prozenten dargestellt. Bei der Berechnung des Ratings wird die effektive Sehdauer berücksichtigt. Beispiel Rating: Hat ein:e Seher:in z.B. einen Werbeblock nur zur Hälfte gesehen, wird der Kontakt nur zu 50% gerechnet, während zwei Seher:innen, die den Werbeblock je zu 50% gesehen haben, zusammen einen ganzen Kontakt ergeben. Dem Rating lässt sich daher nie entnehmen, wie viele Personen hinter der Kennzahl effektiv stehen. Das Rating kann nicht berechnet, sondern nur gemessen werden.

Netto-Reichweite in % (NRw-%)
Anteil der Zielpersonen, die durch einen Werbeträger mindestens einmal erreicht werden. Jede erreichte Person wird dabei in der Zählung nur einmal berücksichtigt.

Netto-Reichweite in Tausend (NRw-T)
Sie beziffert die Anzahl der Zielpersonen, welche mindestens einmal erreicht wurden, unabhängig davon, wie lange dieser Kontakt stattfand. Jede erreichte Person wird dabei in der Zählung nur einmal berücksichtigt.

Sehdauer (SD Ø)
Durchschnittliche Nutzungsdauer des Mediums TV (total TV), eines Senders, eines Zeitabschnitts, einer Sendung oder eines Werbeblocks. Sie wird üblicherweise in Minuten ausgewiesen. Wichtig ist, dass auch Personen, die zu dem Zeitpunkt nicht ferngesehen haben, miteingerechnet werden. Daher ist die durchschnittliche Sehdauer immer tiefer als die durchschnittliche Verweildauer.

Technische Reichweite
Theoretische Gesamtzahl von Haushalten oder Personen eines Gebietes, die technisch in der Lage wären, ein Fernsehprogramm terrestrisch, über Kabel oder über Satellit zu empfangen. Unberücksichtigt bleibt, ob die Haushalte/Personen ein Fernsehgerät besitzen oder das Programm auch wirklich im TV-Gerät programmiert haben.

Smart TV
Unter einem Smart TV wird ein TV-Gerät bezeichnet, welches direkt mit dem Internet verbunden ist.

HbbTV
Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV) ist ein Industriestandard und das Resultat einer internationalen Harmonisierung der verschiedenen Ansätze zur Verbreitung von Informationen via Broadcast-Signal und Internet. HbbTV funktioniert Netzbetreiber-, Plattform- und TV-Hersteller-übergreifend und ist – wie TELETEXT – an einen TV-Kanal gebunden.

Overspill
Empfangbarkeit und Nutzung von ausländischen Fernsehprogrammen bzw. das Sehen von Werbeblöcken über die Ländergrenzen hinaus. Neben Fernsehen werden in der Schweiz auch ausländische Zeitschriften sowie Radiostationen genutzt. Fernsehen, teilweise auch Radio und vereinzelte Printmedien lassen die Möglichkeit zu, den Werbedruck ausländischer Kampagnen zu messen.

Set-Top-Box (STB)
Eine Set-Top-Box ist ein Gerät, das an ein Fernsehgerät angeschlossen wird und für verschiedene Funktionen und Dienstleistungen wie digitales Fernsehen eingesetzt wird. So benötigen Schweizer Kund:innen bei vielen TV-Abos wie Swisscom und Sunrise eine Set-Top-Box, um TV-Programme empfangen zu können. Die Set-Top-Box empfängt die digitalen Signale, wandelt diese um und schickt sie weiter an das angeschlossene TV-Gerät.

Referenzzielgruppe
Ist eine Vergleichszielgruppe, welche ausschliesslich für die Affinitätsberechnung benötigt wird. In der Regel wird das Gesamtuniversum als Referenzzielgruppe hinzugezogen. Bei der TV-Mediaplanung werden jedoch oft «werbe-relevante» Vergleichszielgruppen, wie z.B. Personen 15+ oder Personen 15-74, verwendet.

Replay Ads
Replay Ads als spezielle Form der entkoppelten Werbung kommen beim zeitversetzten Fernsehen zum Einsatz und werden in unterschiedlichen Nutzungssituationen ausgeliefert. Dabei existieren drei unterschiedliche Arten von Replay Ads: Start Ads, Pause Ads und Fast-Forward Ads. 

Stichprobe
Wird auch Fallzahl oder Sample genannt und ist eine nach wissenschaftlichen Regeln aus einem Universum herausgenommene Teilmenge, welche die Grundgesamtheit repräsentiert (Gegenteil ist die Vollerhebung). 

Tausend-Kontakt-Preis (TKP)
Kosten für 1000 Kontakte basierend auf den jeweiligen Einschaltkosten der Werbung

Time Shifted Viewing (TSV) 
Steht für zeitversetzte TV-Nutzung, auch Replay-TV genannt. Die TV-Nutzung wird unterteilt in Live (Nutzung zum gleichen Zeitpunkt der Ausstrahlung), TSV same Day (zeitversetzte Nutzung am selben Tag der Ausstrahlung) und Overnight+1 bis Overnight+7 (Nutzung 1 Tag bis maximal 7 Tage nach Ausstrahlung).

Treueindex
Bei diesem Wert wird das Rating ins Verhältnis zur durchschnittlichen Reichweite gesetzt. Dadurch erhält man eine Indikation, wie treu die Seherschaft ist, d.h. wie viel einer Sendung (oder eines Senders) von den Personen, die eingeschaltet haben, effektiv geschaut wurde. Je näher die Zahl an 100 ist (= 100%) umso besser ist das Resultat zu bewerten. 100 würde bedeuten, dass jede Person, die eingeschaltet hat, auch alles gesehen hat.

TV-Planungszielgruppe
Ist eine Reduzierung der i.d.R. sehr präzise beschriebenen Marketingzielgruppe (z.B. durch Personas). Die Planungszielgruppe enthält die wichtigsten Merkmale der Marketingzielgruppe, z.B. Geschlecht, Alter, berufliche Stellung, Ausbildung, Haushaltseinkommen, Haushaltsführung, Kinder, Wohnsituation, Führerscheinbesitz, Haustiere u.ä.  

TV-Einkaufszielgruppe
Auf diese gewähren die Vermarkter eine Leistungsgarantie. Sie sind in der Anzahl begrenzt und sind je nach Vermarkter individuell definiert. Einkaufszielgruppen sind üblicherweise auf die Merkmale Geschlecht, Alter und Haushaltsführung reduziert.

Universum
Grösse der Grundgesamtheit eines Elements (bei TV entweder Personen oder Haushalte) aus welcher eine Stichprobe gezogen wird.

Verweildauer (VD Ø)
Gibt an, wie lange die Personen, welche während eines definierten Zeitraums das Medium TV (Total TV), einen Zeitabschnitt, einen Sender, eine Sendung oder einen Werbeblock durchschnittlich genutzt haben. Wird üblicherweise in Minuten dargestellt.

Web-TV-Apps
Web-TV-Apps wie z.B. Zattoo oder die blue TV-App bieten die Inhalte der Fernsehsender live oder als Broadcast-Video-on-Demand (BVOD) via Applikationen.

 

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