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Für Sie gelesen: «Jahrbuch Qualität der Medien 2023» – fög Studie untermauert hohe Qualität der SRG Sender

Im jährlich erscheinenden «Jahrbuch Qualität der Medien» werden unter anderem spannende Inhalte und Kennzahlen zur Medienqualität der Schweiz publiziert. Auch in der Ausgabe von 2023 haben die SRG Sender in allen gemessenen Qualitätsdimensionen einen hohen Score erhalten. Für Sie haben wir die Studie gelesen und fassen hier die relevanten Ergebnisse zum Admeira Portfolio zusammen.


Das Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich (fög) veröffentlicht jährlich das «Jahrbuch Qualität der Medien», worin die Qualitätsentwicklung in der Medienarena Schweiz behandelt wird. Dabei werden auch einzelne Medientypen und Medientitel untersucht. Im achten Studienkapitel «Medienqualität» fokussiert die Studie unter anderem auch auf verschiedene Qualitätsdimensionen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in der Schweiz: die Relevanz, die Vielfalt, die Einordnungsleistung und die Professionalität. Alle tragen zur Gesamtqualität eines Informationsangebots bei. 

Qualität der Medientypen: öffentlicher Rundfunk an der Spitze

Die folgenden Daten bilden die Qualität der Berichterstattung von allen 66 für das Jahrbuch erfassten Schweizer Informationsmedien im Jahr 2022 ab. Diese sind zwölf verschiedenen Medientypen zugeordnet.

Der Durchschnittswert aller Medientypen liegt im Jahr 2022 bei 6,2 von maximal 10 Scorepunkten. Sieben Typen leisten im Vergleich dazu überdurchschnittliche Qualität und fünf Typen liegen unterhalb des Durchschnittswerts. Analog zu den Vorjahren können sich die Radio- (7,9) und Fernsehsendungen (7,8) des öffentlichen Rundfunks an der Spitze des Typenrankings halten, mit überdurchschnittlichen Leistungen in allen Qualitätsdimensionen. 

  • Qualitätsdimension «Relevanz»: 
    öffentliches Fernsehen mit zweithöchstem Score nach öffentlichem Radio

    Indikatoren für die Qualitätsdimension Relevanz sind Beitragsrelevanz in wichtigen Gesellschaftsbereichen wie Politik, Wirtschaft und Kultur sowie Akteursrelevanz (Erfassung auf drei Sozialebenen – Makroebene [Gesellschaft], Mesoebene [Organisationen] oder Mikroebene [Personen]) bemessen. 
     

  • Qualitätsdimension «Vielfalt»: 
    öffentliches Fernsehen mit höchstem Score aller Medientypen

    Als Indikatoren, an denen die Vielfalt bzw. Einseitigkeit eines Medientitels bemessen wird, dienen inhaltliche und geografische Vielfalt.
     

  • Qualitätsdimension «Einordnungsleistung»: 
    öffentliches Fernsehen mit höchstem Score aller Medientypen

    Indikatoren für die Qualitätsdimension der Einordnungsleistung sind Themenorientierung und Interpretationsleistung. Sie leitet sich aus dem Anspruch ab, dass Medien über die reine Meldung aktueller Ereignisse hinaus eine Einordnung der Geschehnisse leisten. 
     

  • Qualitätsdimension «Professionalität»: 
    öffentliches Fernsehen mit höchstem Score aller Medientypen

    Als Indikatoren für die Professionalität der Berichterstattung dienen Sachlichkeit (dominierenden Argumentationsstil), Quellentransparenz (Gebot zur Offenlegung der Autorschaft und der Quellen) und Eigenleistung (Urheberschaft des Beitrags), wobei redaktionelle Eigenleistung höher bewertet als Agenturmeldungen. 
     

Entwicklungen der Gesamtqualität

Seit der Pandemie verbesserte sich die Medienqualität über alle Formate hinweg leicht. 2022 erreichte sie den höchsten Stand seit 2015, wobei sie einen kleinen Qualitätssprung um 0,1 Punkte im Vergleich zum Vorjahr machte. Die Berichterstattung gewann an Relevanz und erreichte einen Bestwert der letzten acht Jahre. Trotz eines kurzfristigen Rückgangs in der Professionalität zeigt sich langfristig auch hier ein Aufwärtstrend. Bei der Einordnung von Informationen sah man eine leichte Abnahme gegenüber dem Vorjahr, aber immer noch ein besseres Niveau als 2015. Die Themenvielfalt verbesserte sich 2022 gegenüber dem Vorjahr, liegt aber immer noch unter dem Niveau von 2015. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich der Vielfalt im Medienbereich, da mehr Medien dieselben Inhalte teilen.

Verschiedene Medienformate haben in der Qualität leicht zugelegt, darunter öffentliches und Privatfernsehen, Online-Abonnementszeitungen, Pendlerzeitungen (sowohl gedruckt als auch online) und Online-Boulevardzeitungen. Demgegenüber stand ein kleiner Qualitätsrückgang bei gedruckten Abonnements- und Boulevardzeitungen sowie bei reinen Online-Newsplattformen.


STUDIENERGEBNISSE IM DETAIL
 

Fazit

Das «Jahrbuch Qualität der Medien» belegt in der aktuellen Ausgabe die wichtige Stellung der SRG Sender in der Medienlandschaft Schweiz. In vielen Werbewirkungsstudien wurde deutlich, dass sich diese Qualität der Sender im Admeira Portfolio auch direkt auf die dort ausgestrahlte TV-Werbung auswirkt. Deshalb sollten diese im Mediaplan eines jeden Brands für einen maximalen Werbeerfolg prominent berücksichtigt werden. 
 

Quelle:

«Jahrbuch Qualität der Medien 2023»: fög – Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich im Auftrag der Kurt Imhof Stiftung für Medienqualität, Zürich

Mehr Informationen und Antworten direkt von:

Yvonne Rüegg

Research Specialist +41 58 909 93 42