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Für Sie gelesen: Screenforce DACH Studie – «The Beauty of TV»

Die im Mai 2025 von Screenforce DACH in Auftrag gegebene Studie «The Beauty of TV» unterzieht die Bewegtbildmedien einem Realitätscheck. Sie befasst sich mit den Stärken der verschiedenen Bewegtbildmedien und ihrer Attraktivität für Werbetreibende, sowie mit den Erwartungen und Vorurteilen gegenüber TV, Streaming und Social Media. 


Für eine ganzheitliche Betrachtung untersucht die Screenforce DACH Studie 2025 drei Bewegtbildgattungen: TV, Streaming sowie Video- und Social Media. Unter TV fallen lineares Fernsehen (live und zeitversetzt) und die On-Demand-Angebote der Fernsehsender über Apps, Websites sowie Mediatheken wie etwa Play SRF, Play Suisse, OnePlus, Joyn, RTL+. Beim Streaming stehen Plattformen wie Netflix, Prime Video, Disney+, Apple TV+ und Paramount+ im Fokus. Für den Bereich Video- und Social Media analysiert die Studie vor allem YouTube sowie Facebook, Instagram, TîkTok, Snapchat und Twitch. Als Basis dient eine Online-Befragung von 1’500 Personen aus der DACH-Region, davon 12.5 % aus der Schweiz.

Fernsehen erfüllt wichtige Bedürfnisse

TV trifft den Nerv der Zuschauer:innen: Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass sieben von zehn identifizierten Bedürfnisse am besten durch Fernsehen abgedeckt werden. Dazu gehören der Wunsch nach einem Blick in die Welt, sich auf dem Laufenden zu halten und das Erleben von Live-Events. Auch persönliche Interessen und der Aspekt der Routine und Tradition werden vom Fernsehen bedient.

Darüber hinaus werden neun von 16 abgefragten Medien-Mehrwerten am häufigsten mit Fernsehen assoziiert. Die Befragten verbinden TV-Sender am ehesten mit redaktionell gestalteten Inhalten und betrachten sie als verlässliche Informationsquelle. Ebenso sehen sie das Fernsehen als das Medium, um «mittendrin zu sein» in einem Live-Event und empfinden es als kulturell bereichernd. 

Die Studie zeigt auch den hohen emotionalen Stellenwert des Fernsehens: 91 % der Befragten würden es aus mindestens einem Grund sehr vermissen, gäbe es keine TV-Sender mehr. Am meisten fehlen würden Live-Berichte zu wichtigen Ereignissen (87 %), der kostenlose Zugang zu hochwertigen Serien und Filmen (85 %) und tagesaktuelle Nachrichten (85 %).

TV ist Werbeträger Nummer eins

Während digitale Plattformen mit personalisierter Werbung aufdringlich um Aufmerksamkeit buhlen, punktet das Fernsehen durch Transparenz und Vertrauen: 57 % der Befragten schätzen es, dass TV-Werbung für alle gleich ist – und ohne persönliche Daten auskommt. 

Diese werbefreundliche Haltung zahlt sich aus: 33 % nehmen Marken mit TV-Spots als etablierte Top-Marken wahr – Werte, die Streaming und Social Media klar verfehlen. Fernsehwerbung gehört für 30 % der Befragten einfach dazu, 26 % finden sie sogar «richtig gut».

Und TV Werbung zahlt sich für Unternehmen aus, weil TV-Spots im Kopf bleiben. Über 68 % der Befragten erinnern sich am besten an Werbung aus dem Fernsehen. Bei anderen Medien sind es nur 21 %. TV bietet Marken nicht nur ein vertrauenswürdiges und emotional aufgeladenes Umfeld, sondern ist auch das führende Medium für Werbeerinnerung.

Vorurteile gegenüber Social Media, Streaming und TV

Neben den Stärken beleuchtet die Studie auch verbreitete Vorurteile gegenüber den verschiedenen Mediengattungen. Vorurteile gegen Video- und Social Media-Plattformen wie YouTube, Facebook oder TikTok sind unter den Befragten besonders verbreitet. Viele empfinden Influencer als nicht authentisch, da sie Produkte primär aus finanziellen Interessen bewerben. Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich unkontrolliertem Zugang zu ungeeigneten Inhalten für Kinder und Jugendliche, der Verbreitung von Cybermobbing und der zunehmenden Werbung auf Video- und Social-Media-Plattformen. 

Das vorherrschende Vorurteil gegenüber internationalen Streaming-Plattformen wie Netflix, Prime Video oder Disney+ ist die empfundene Preissteigerung für werbefreie Inhalte. Zudem wird die auf diesen Plattformen gezeigte Werbung als besonders nervig empfunden, da oft dieselben Werbespots wiederholt werden.

Beim Fernsehen finden die Teilnehmer:innen, dass das Programm vor allem von Reality-TV und Trash-Formaten dominiert wird, mit vielen Wiederholungen und wenig Vielfalt. Doch nicht alle Vorurteile halten stand: Zwei Drittel der Befragten sehen TV keineswegs als irrelevant oder nur für Ältere.

Fazit

Die Studie «The Beauty of TV» bestätigt eindrucksvoll die starke Position des Fernsehens in der heutigen Medienlandschaft. Im Kern zeigt sich, dass TV für die Konsument:innen weit mehr als nur ein Unterhaltungsmedium ist:

  • Führend bei Unterhaltung und Information: TV erfüllt zentrale Bedürfnisse, insbesondere den Wunsch, auf dem Laufenden zu bleiben oder Live-Events zu erleben. Die Zuschauer:innen vertrauen auf die redaktionelle Qualität und Seriosität.
  • Emotional fest verankert: Trotz Kritikpunkten, wie der Dominanz von Trash-Formaten, besitzt das Fernsehen einen hohen emotionalen Stellenwert. Die grosse Mehrheit würde das Medium stark vermissen – besonders wegen der Live-Berichterstattung und des kostenlosen Zugangs zu hochwertigen Inhalten.
  • Wirkungsvoll für Werbetreibende: Fernsehen überzeugt durch Transparenz und Vertrauen. Die Werbung wird als nicht-personalisiert und datenschutzfreundlich wahrgenommen. Zuschauer:innen empfinden Marken, die im TV werben, als etabliert und erinnern sich am besten an die Spots.


Weitere Informationen zur Studie

Methodik der Studie

Basis 
Alle Befragten, 
n=1’500

Quelle
DELPHI Research im Auftrag von Screenforce

Feld
Online-Befragung 30.4.-12.5.2025

Stichprobe
Bevölkerungsrepräsentativ 16-69 Jahre je Land, Quotensample Deutschland (75 %), Österreich (12.5 %), deutschsprachige Schweiz (12.5 %)

Mehr Informationen und Antworten direkt von:

Samuel Fahrni

Research Specialist +41 58 909 97 23

Yvonne Rüegg

Research Specialist +41 58 909 93 42