Zum Hauptinhalt springen

Scoring Ads – Erfolgreich werben in Sportumfeldern

Live-Sport im TV weckt Emotionen – ein Umfeld, das einzigartige Chancen für Ihre Werbebotschaft bietet. Doch wie erzielen Sie hier eine optimale Werbewirkung? Unsere Studie «Scoring Ads» entschlüsselt die entscheidende Erfolgsformel: Audience, Content und Plattform und zeigt auf, wie das harmonische Zusammenspiel dieser Komponenten einen Brand Boost ermöglicht. Dabei wird deutlich, dass die SRG-Sender eine zentrale Rolle für den Erfolg von TV-Werbung in Sportumfeldern spielen. 


Die durch Sport ausgelösten Emotionen – ob live oder am Bildschirm – beeinflussen die Werbewirkung. Entscheidend ist dabei neben emotionalen Content und der Audience auch die Wahl der Plattform, über die der Inhalt ausgestrahlt wird. Die Plattform ist vergleichbar mit der Bühne für ein Theaterstück, denn auch TV-Sender prägen als Marken mit Eigenschaften und Image den Content sowie die Wirkung der Werbung in diesen Umfeldern.

Hier zeigt sich, dass öffentlich-rechtliche Sender wie die Kanäle der SRG SSR ein hohes Vertrauen geniessen, da sie als neutral, qualitativ hochwertig und unabhängig bewertet werden. Zudem liefern sie seit Jahren ohne zusätzliche Abo-Schranke hochqualitative Sportinhalte in die Wohnzimmer der Schweiz.
 

Die Erfolgsformel: Audience, Content und Plattform

Für erfolgreiche Werbung im Sportumfeld müssen drei wesentliche Komponenten harmonieren. Wenn diese Faktoren zusammenkommen, ist die Basis für eine gute Werbewirkung gelegt:

  1. Audience (Masse): 
    Es braucht ein Publikum, das sich den Content anschaut, denn mehr Publikum bedeutet mehr Werbekontakte.
  2. Content (Emotion): 
    Der Inhalt und die damit verbundenen Emotionen spielen eine zentrale Rolle. Momente wie der Goldlauf von Ditaji Kambundji bei der Leichtathletik-WM oder ein Ausgleichstreffer bei einer Fussball-EM lösen starke Gefühle aus.
  3. Plattform (Vermittlung): 
    Die Plattform sorgt für die Vermittlung und trägt den Mediabrand.

Gesellschaftliche Relevanz: Vertrauen zahlt sich aus

Die Sportberichterstattung der öffentlich-rechtlichen TV-Sender (SRF, RTS, RSI) geniesst in der Schweizer Bevölkerung eine sehr hohe Akzeptanz. Insgesamt stimmen 66 % der Befragten der Aussage zu, dass das Sportprogramm der SRG qualitativ hochwertig ist. Bei Personen mit einem Haushaltseinkommen von über CHF 7’000.- liegt die Zustimmung sogar bei 77 %.

Zudem tragen Sportübertragungen zur Stärkung des Zusammenhalts und des Verständnisses zwischen den verschiedenen Sprachregionen bei (63 % Zustimmung). Besonders bemerkenswert ist, dass diese Überzeugung bei jungen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren mit 68 % sogar noch etwas stärker ausgeprägt ist.

Die Studienteilnehmer:innen bestätigen ausserdem, dass die öffentlich-rechtlichen TV-Sender auch in Zukunft eine zentrale Rolle für die Übertragung wichtiger Sportereignisse in der Schweiz spielen werden.

Natürlich prägt der Content auch das Image der TV-Sender. SRF zwei profitiert durch seine Fokussierung auf gesellschaftsrelevante Sportarten mit starken Schweizer Athlet:innen von einer symbiotischen Interaktion zwischen Plattform und Inhalt.

Mediennutzung: Relevanz der Plattform trotz fehlender Live-Rechte

Die Mediennutzung bei Grossveranstaltungen hängt mit dem Live-Content zusammen. Die FIS Ski-Weltmeisterschaften in Saalbach wurden von 39 % der Befragten auf SRF zwei verfolgt. Mit Abstand der Topwert, und nicht verwunderlich, da alle Rennen gezeigt wurden. Die Mediennutzung bei der Eishockey-Weltmeisterschaft ähnelt sehr stark der Ski-WM: 37 % der Befragten gaben an, diese auf SRF zwei verfolgt zu haben. 

Auch wenn der Live-Kanal bei Sportevents intuitiv die höchste Relevanz haben sollte, zeigt sich in der Studie, dass dies nicht immer zutrifft. Die Wichtigkeit einer starken Medienmarke bleibt auch dann relevant, wenn die Live-Rechte nicht vollständig beim Sender liegen. Ein Beispiel dafür ist die UEFA Champions League: Obwohl andere Anbieter mehr Live-Rechte innehaben, ist SRF zwei mit 23 % der Nennungen immer noch klar der relevanteste Sender in der Deutschschweiz. Dies unterstreicht, dass SRF als starke Medienmarke den grössten Impact auf die Audience hat. 

Sportereignisse ohne die grosse Bühne öffentlich-rechtlicher Sender (z.B. durch Bezahlschranken) laufen Gefahr, das breite Publikum zugunsten einer Nischen-Audience zu verlieren – ein Umstand, der nicht im Sinne der Werbetreibenden ist. 

Dass Paywalls allein nicht die abnehmende Relevanz eines Sportevents erklären, sondern auch die Medienmarke des übertragenden TV-Senders eine Rolle spielt, zeigt sich am Beispiel der Eishockey National League: TV24, 3+ und MySports erreichen zusammen im Free-TV nicht die Zuschauerzahlen, die SRF zwei während seiner Live-Rechtezeit erzielte. Zudem zeigt sich, dass die SRG trotz seit Jahren fehlenden Übertragungsrechten offenbar die Hauptinformationsquelle bleibt. 18 % der Befragten, und somit klar am meisten, geben an, dass sie die Eishockey National League auf SRF zwei mitverfolgen.

Werbewirkung: Von Brand Safety zum Brand Boost

Für die Werbewirkung sind Basisfaktoren wie Brand Safety (Sicherheit schaffen, Unzufriedenheit verhindern, Vermeidung von Blacklists/zwielichtigen Umfeldern) zentral. Der Anspruch sollte jedoch sein, über die «Hygienefaktoren» hinauszugehen. Das Ziel ist ein Brand Boost, welcher durch die Buchung von emotional positiv aufgeladenen Werbeumfeldern erzielt wird.

Die Studie belegt einen positiven Wertetransfer: Marken, die in hochwertigen Sportumfeldern werben, profitieren von starken Assoziationen – insbesondere in Bezug auf Swissness, Glaubwürdigkeit und Engagement (siehe Abb. 6).

In Bezug auf Swissness sticht das ESAF 2025 mit 71 % Zustimmung heraus. Die UEFA Champions League wird mit 17 % am wenigsten schweizerisch wahrgenommen. Assoziationen zu Glaubwürdigkeit zwischen Event und werbenden Marken sind im Umfeld des ESAF (57 %), gefolgt von der Ski-WM (52 %) am höchsten, bei der UEFA Champions League (32 %) am tiefsten.

Das Engagement für eine nachhaltige Zukunft wird bei Sportumfeldern ebenfalls positiv wahrgenommen, wobei das ESAF mit 38 % das Ranking auch hier anführt. TV ist generell ein hervorragender Medienkanal zur Kommunikation der Vorteile nachhaltiger Marken.1 

Fazit:

Die Studie «Scoring Ads» belegt, dass erfolgreiche TV-Werbung weit über die Platzierung im richtigen Umfeld hinausgeht. Die Plattform agiert als entscheidender Werbewirkungs-Multiplikator: Nur durch die Kombination von Audience, Content und einem vertrauenswürdigen Sender kann ein Brand Boost erzielt werden. Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender der SRG SSR nehmen hierbei eine zentrale Rolle ein, da ihr hohes Vertrauen und die wahrgenommene Qualität der Berichterstattung einen positiven Wertetransfer auf die werbenden Marken ermöglichen. Dieses Premium-Umfeld, das für Swissness und Glaubwürdigkeit steht und durch seinen freien Zugang grosse Reichweiten erzielt, bietet den idealen Rahmen, um Brand Safety zu einem Brand Boost zu entwickeln. 

Steckbrief der Studie

Durchführendes Institut
GfK Switzerland AG, Rotkreuz

Methode
Mehrthemenbefragung im GfK-Online-Bus

Universum
Online-Bevölkerung der Deutschschweiz und der Westschweiz, 15 - 74 Jahre im Online-Nutzerkreis

Stichprobenverfahren
Bevölkerungs-repräsentativ nach soziodemographischen Merkmalen, Random-Quota-Verfahren

Quoten
Geschlecht, Alter (3 Gruppen), WEMF-Gebiete (3 Gruppen)

Gewichtung
Die Daten wurden nach folgenden Kriterien gewichtet:
Geschlecht x Alter (4 Gruppen), Erwerbstätigkeit (4 Gruppen), Schulbildung (2 Gruppen), Super WG (7 Gruppen in Deutschschweiz), Siedlungsart (2 Gruppen).
Mit der Gewichtung werden die Daten optimal an die Strukturen der Grundgesamtheit angepasst.

Stichprobe
D-CH: KW 08 n=756 / KW 18 n=774 / KW 22 n=763/ KW 23 n=763 /  KW 35 n=766

Feld
D-CH: KW 08 / KW 18 / KW 22/ KW 23/ KW 35

Mehr Informationen und Antworten direkt von:

Samuel Fahrni

Research Specialist +41 58 909 97 23

Yvonne Rüegg

Research Specialist +41 58 909 93 42